Das schnelle Schaufenster

Titel Das schnelle Schaufenster
Ort Leipzig
Zeit 2003
Auftraggeber Stadt Leipzig, ASW
Team L21, Stadt Labor

Aus dem Erläuterungsbericht:

»Die Lützner Straße ist eine wichtige städtische Lebensader und bildet die Hauptverbindung vom Leipziger Zentrum nach Grünau. Die geringe Straßenbreite steht im Gegensatz zu den anderen Leipziger Ausfallstraßen und bedingt einen Tunneleffekt. Ca. 20.000 Kraftfahrzeuge fahren jeden Tag durch die Lützner Straße. Der hohe Lärmeintrag ist eine der Hauptursachen dafür, dass der Straßenzug zu den unbeliebtesten Wohnlagen Leipzigs zählt.
Das Schnelle Schaufenster ist der Begriff des neuen Stadtbildes. Die nachfolgenden Grundaussagen und deren Ausformulierungen ziehen sich als roter Faden durch die Ausarbeitung:

1.
Lindenau muss sich nicht verstecken. Es kann seine starken Seiten an der Lützner Straße präsentieren. Dazu gehört, dass wichtige öffentliche Punkte des Stadtteils, sowie hier stattfindende Aktivitäten sichtbar gemacht werden, direkt oder zeichenhaft.

2.
Zum schnellen Schaufenster gehört die Geschwindigkeit. Die Lützner Straße soll für den Verkehr optimiert werden und gleichzeitig soll die langsamere Bewegung über ein alternatives Wegenetz möglich sein.

3.
Nutzungen lagern sich an der Straße an, die zu ihrem Charakter passen und von ihm profitieren. Vorstellbar sind beispielsweise das temporäres Wohnen, die Ansiedlung bzw. Erweiterung von Gewerbe, der Handel mit spezifischer Ausprägung und neuen Symbiosen oder sämtliche Angebote rund um den Verkehr.

4.
Stadt und Freiraum sind neu zu ordnen. Stabile und veränderliche Bereiche werden definiert, welche sich teilweise überlagern. Ausgangspunkt sind vorhandene Potenziale und Ansätze. Im Ergebnis entstehen Stadtfelder mit bestimmten Qualitäten und Themen. Die Lützner Straße entwickelt sich in verschiedenen Teilräumen, Raumsequenzen, die sich nach Nutzung bzw. Nutzungsintensität und städtebaulicher Gestalt definieren.«

Presse

In Leipzig-Den Abriss entwerfen
Verfasser Jan Friederich
Bauwelt, Ausgabe 25/2003