Bergakademie Freiberg Masterplan

Titel Masterplan/TU Freiberg
Ort Freiberg
Zeit 2010
Auftraggeber TU Bergakademie
Freiberg
mit Mario Hein (die Kollegen)
Konstantin Preissler, Kai Uwe Schott
(Mann & Schott Architekten)

Aus dem Erläuterungsbericht

»Die Stadt Freiberg ist der viert­größte Uni­versitäts­standort Sachsens und blickt auf eine lange studen­tische Tradition zurück. Die Berg­akademie gehört im Bereich Maschinen­bau zu den führenden Stand­orten in Deutsch­land. Mit etwa 5.000 Studie­renden bildet die Studen­ten­zahl einen Anteil von mehr als 12 % der Gesamt­einwohnerzahl. Das Campus­gelände der Berg­akademie grenzt zentrums­nah nördlich an die Altstadt. Das Stadtbild im Zentrum wird von gut erhaltenen Stadt­strukturen im his­torischen Alt­stadt­kern mit ge­mischter Nutzung geprägt. Optimale Voraus­setzungen also für ein befruch­tendes, leben­diges Mit­einander von Stadt und Uni­versität. Die Realität sieht leider anders aus. Zwischen Stadt und Uni­versität exis­tiert sowohl räum­lich als auch funk­tionell eine starke Trennung. Das Studentenleben findet häufig außerhalb der Stadt statt. Als Gründe fürfehlende Aktivitäten der Studenten inner­halb der Stadt werden fehlende An­gebote, un­flexible Öff­nungs­zeiten von Insti­tutionen und Einzel­handel etc. Neben den weichen Faktoren bilden Defizite, unter anderem im Verkehrs­konzept, die Ursache für die physische Trennung der beiden Prota­gonisten Stadt und Universität. Das Ziel des städte­baulichen Master­planes muss die Verknüpfung der zentralen Bereiche der Stadt mit dem Campus sein, um die Basis für ein funktio­nierendes und leben­diges Stadt­leben zu schaffen. Es gilt die vielfach vor­handenen Potenziale zu nutzen und somit den Wis­senschafts­standort Freiberg langfristig zu beleben und zu festigen.«

Szenario – Drei Plätze

Das Ziel des Szenarios ist es, den Uni-Campus und die Innen­stadt miteinander zu verbinden. Das soll durch eine Sequenz von offenen und ge­schlossenen Räumen erreicht werden. Dabei soll keine Hauptachse entstehen, sondern mehrere Achsen, die sich, wie bei einer mittel­alterlichen Stadt­struktur, einander zuordnen. Erst beim Flanieren entdeckt man die Stadt und den Campus: kleine Plätze, Brunnen, Neu- und Alt­bauten, Kunst im öffent­lichen Raum. Studierende und Besucher­Innen sowie Bewohner­Innen werden sich besser orientieren können und neue Aufenthaltsräume erhalten.